Januar 12, 2022

Valentinstag 2022: 8 Newsletter-Tipps zum Verlieben 💝

Lesezeit ungefähr 11 min

Am 14. Februar können Sie Ihren Kund:innen wieder ordentlich den Kopf verdrehen. Denn ganz gleich welcher Branche Sie angehören und ganz gleich, ob B2B oder B2C – der Valentinstag ist für Sie die ultimative Chance, sich nach den großen Feiertagen bei Ihrer Zielgruppe wieder ins Gedächtnis zu rufen.

Wir verraten Ihnen 8 Newsletter-Tipps, mit denen Sie am Valentinstag Leserherzen höher schlagen lassen und bei Ihren Kund:innen garantiert für Schmetterlinge im Bauch sorgen.

📈 Welche Branchen können vom Valentinstag profitieren?

Während Ihre Kundschaft am Valentinstag auf Wolke 7 schwebt, werden vor allem auf E-Commerce-Seite die E-Mail Server wieder ordentlich heiß laufen. Denn eins ist sicher: Der Valentinstag ist ein großer Umsatztreiber.

Daten von Statista zufolge machen in Deutschland immerhin zwei Drittel der Befragten am Valentinstag nahestehenden Menschen ein Geschenk. Die besonders beliebten Klassiker sind Blumen, Ausflüge und Einladungen zum Essen. Aber auch die Kategorie „sonstige materielle Geschenke“, die einen bunten Mix von Parfum über Accessoires bis zu Büchern und Spirituosen umfasst, kommt auf immerhin 20 Prozent.

Das ist eine gute Nachricht für Online Shops, die nach den großen Feiertagen so eine neue Gelegenheit bekommen, die Verkäufe anzukurbeln. Beim Geschenk zum Valentinstag ist Kreativität gefragt – und Vielfalt willkommen.

So bietet der Valentinstag für jeden Sektor – ob B2B, B2C oder gemeinnützig – Gelegenheiten, mit E-Mail Marketing die Werbetrommel zu rühren, Beziehungen zu pflegen und Menschen dabei zu helfen, einander eine Freude zu machen.

Vielleicht versenden Sie einen Valentinstag-Newsletter mit passenden Inhalten, um Spenden für Ihre gemeinnützige Organisation zu sammeln, planen eine Multichannel-Kampagne zur Umsatzsteigerung oder suchen für ein ein B2B-Unternehmen nach Möglichkeiten, um sich bei Ihrer Zielgruppe wieder ins Gedächtnis zu bringen.

In all diesen Fällen sind Sie hier genau richtig. Wir zeigen Ihnen, wie Sie eine E-Mail-Kampagne zum Valentinstag richtig angehen und zum Erfolg führen.

💌 8 Tipps für Newsletter zum Valentinstag

Auch wenn Sie nicht für ein B2C-Unternehmen arbeiten, das Geschenke-Klassiker im Programm hat, können Sie den Valentinstag für Ihr E-Mail-Marketing nutzen. Sie müssen nur eine Möglichkeit finden, Ihren Kund:innen einen Mehrwert zu bieten.

Stellen Sie sich den Valentinstag am besten als Anlass vor, die Liebe im Allgemeinen zu feiern – mit Familie, Freund:innen, Haustieren und allen anderen, die Menschen lieben und schätzen.

Hier unsere wichtigsten 8 Tipps für Ihr E-Mail Marketing am Valentinstag.

Tipp #1: Sprechen Sie am Valentinstag ALLE an

Ein spezieller Feiertag für Liebespaare ist zwar schön, aber für das Marketing auch sperrig. Denn wenn Sie mit einer Kampagne nur Liebespaare ansprechen, lassen Sie alle anderen außen vor. Worst Case: Sie verfehlen nicht nur die Zielgruppe, sondern treten zudem in unangenehme Fettnäpfchen.

Wer beispielsweise gerade eine schmerzliche Trennung hinter sich hat, freut sich sicherlich weniger über eine Marketing-Botschaft, die sich um glückliche Liebesbeziehungen dreht.

Formulieren Sie daher die Botschaft am besten so, dass sich alle angesprochen fühlen können. Singles können zum Beispiel guten Freund:innen oder auch sich selbst ein Geschenk machen.

Fragen Sie sich, wie Sie beispielsweise Mitmenschlichkeit, Treue oder Freundschaft würdigen und feiern können. Oder nutzen Sie den Feiertag als Gelegenheit, etwas darüber zu sagen, was Sie als Unternehmen lieben.

Der richtige Ton ist hier der Schlüssel zum Erfolg. Was funktioniert am besten für Ihre Kund:innen? Leichtfüßigkeit, Ernst, Verspieltheit oder vielleicht Ironie?

Werfen Sie dazu einen genauen Blick auf Ihre Marketing-Personas. Fragen Sie sich, wie sich Ihre Kund:innen an diesem 14. Februar fühlen möchten und wie Sie ihnen dabei helfen können.

Harry’s, ein New Yorker Anbieter für Rasierzubehör, hat dies in unserem Beispiel wunderbar gelöst. Die E-Mail ist süß gemacht und nimmt herzerwärmend auf den Valentinstag und auf das Thema Liebe Bezug, ohne den Kreis der Angesprochenen zu eng zu ziehen. Darüber kann jede:r lächeln.

Tipp #2: Starten Sie früh mit Ihrer Valentinstagskampagne

Wie heißt es so schön: „Der frühe Vogel fängt den Wurm“. Dies gilt auch in der Welt des Marketings.

Wenn Sie Ihre Kampagne früh beginnen, haben die Adressat:innen mehr Zeit, etwas aus Ihrem Angebot auszuwählen und es rechtzeitig zum Feiertag zu bestellen.

Der richtige Versandzeitpunkt ist die goldene Mitte zwischen vergangenen Feiertagen (in diesem Fall Neujahr) und dem Valentinstag plus Vorlauf für Kaufentscheidung und Lieferung. Idealerweise heißt das, etwa drei Wochen vorher zu beginnen – also Ende Januar.

Wie bei allen Feiertagsaktionen sollte es nicht bei einer einzigen E-Mail bleiben. Nutzen Sie Automatisierung, um eine E-Mail-Strecke einzurichten, die Sonderangebote und Last-Minute-Erinnerungen umfasst. Auch Valentinstag-Shopper:innen neigen zur Prokrastination. Ihre Aufgabe ist es, ihnen das Leben zu erleichtern.

Erfahren Sie hier alles, was Sie zum Thema Marketing Automation wissen müssen.

Tipp #3: Segmentieren Sie Ihre Zielgruppe

Segmentierung ist eine der Wunderwaffen im E-Mail Marketing, die sich auch hervorragend mit Amors Pfeil kombinieren lässt.

Teilen Sie Ihre Kontakte nach relevanten Attributen auf, um je nach Person den richtigen Ton zu treffen und passende Geschenke anzubieten. Sie können beispielsweise nach Geschlecht, Alter und Interessen gruppieren.

Ein besonderer Luxus ist es, den Beziehungsstatus zu kennen. Wenn Sie darüber Bescheid wissen, können Sie für Liebende tatsächlich voll auf Botschaften und Angebote rund um romantische Liebe und Partnerschaft setzen.

Wenn Sie aber – wie wohl die meisten – nicht über diesen Luxus verfügen, siehe oben: Verengen Sie Ihre Botschaft nicht zu sehr auf Paare. Denken Sie eher allgemein an das Thema Liebe und formulieren Sie Ihre Mailings so, dass sich von Ihrer Botschaft und dem Angebot alle angesprochen fühlen.

Tipp #4: Content is Queen!

Sobald Sie sich an den Inhalt Ihrer Marketing-Kampagne machen, gilt es wesentliche Unterschiede zwischen B2B, Nonprofits und B2C zu beachten, damit Ihre Botschaft auch wirklich zu Ihrer Zielgruppe passt. 

Hier sind einige Tipps, um in jedem Szenario den richtigen Ton zu treffen.

Tipps für B2B-Unternehmen zum Valentinstag

Bei B2B-Kampagnen können Sie auf die Themen Liebe und Dankbarkeit setzen, um Ihre Kundenbindung zu stärken.

Planen Sie beispielsweise eine kurze E-Mail-Serie, in der Sie sich bei Ihren Kund:innen für ihre Treue bedanken und ihnen ein Geschenk zum Valentinstag machen. Dabei kann es sich beispielsweise um exklusive Inhalte für Ihre E-Mail-Abonnent:innen handeln, zum Beispiel ein kostenloses E-Book oder eine Infografik.

Wenn Sie kein Freebie verschenken wollen, können Sie Ihren Kund:innen dennoch einen Mehrwert bieten. Teilen Sie Ressourcen, Wissen oder interessante Perspektiven mit ihnen. Beispiel: „Fünf Bücher, die wir lieben – und warum“.

Tipps für gemeinnützige Organisationen zum Valentinstag

Auch Nonprofits können den Valentinstag für ihr E-Mail Marketing nutzen. Behandeln Sie in Ihrem Newsletter beispielsweise die Themen Dankbarkeit und sinnvolles Schenken. Teilen Sie Geschichten, die Mitmenschlichkeit, Familie und Liebe in all ihren Formen beleuchten. Runden Sie Ihren Newsletter mit einem Spendenaufruf als CTA ab. Eine weitere Idee für gemeinnützige Organisationen sind vorgefertigte Wunschlisten für Ihre Abonnent:innen. Fordern Sie sie auf, ihre Liebsten am Valentinstag zu bitten, in ihrem Namen zu spenden, und stellen Sie dafür Formulierungsvorschläge zur Verfügung.

Tipps für B2C-Unternehmen zum Valentinstag

Für B2C-Unternehmen ist Valentinstag ein wahrer Umsatztreiber. Denken Sie neben fetten Rabatt-Aktionen auch an individuelle Up-Sell- und Cross-Sell-Angebote. Bieten Sie zum Beispiel die passenden Ohrringe zur gekauften Halskette an.

Oder wie wäre es in diesem Jahr mit etwas Interaktivem? Zum Beispiel ein kleines Gewinnspiel. Schreiben Sie einen Geschenkgutschein oder einen gefragten Artikel als Preis aus. Laden Sie die Empfänger:innen im ersten Kampagnen-Mailing zur Teilnahme ein und erinnern Sie in den folgenden immer wieder daran.

Geben Sie dann am Valentinstag den oder die Gewinner:in bekannt. Dazu können Sie als Überraschung Trostpreise verschenken, zum Beispiel Rabattcodes. Kampagnen wie diese erfordern nicht allzu viel Planung und können sich in der Kundenbindung auszahlen.

Tipp #5: Schaffen Sie einmalige Angebote für den Feiertag

Die besten Geschenke sind die, die einzigartig sind.

Das gilt besonders für das romantische Labyrinth von Valentinstagsgeschenken. Die Menschen sind ständig auf der Suche nach Einzigartigem, womit die Beschenkten so richtig auf Instagram glänzen können.

Fragen Sie sich als Einzelhändler:in, wie Sie Ihren Kund:innen etwas Einzigartiges und Besonderes bieten können. Dies kann ein zeitlich begrenztes Angebot sein oder eine Gelegenheit, Bestellungen individuell anzupassen (z.B. durch Gravuren, spezielle Stickereien, personalisierte Beschriftungen usw.).

Bei diesem Anbieter sind es Tannenzapfen zum Selbstgestalten:

Tipp #6: Wählen Sie den perfekten Betreff zum Valentinstag

Auch die besten Newsletter sind verlorene Liebes(!)müh, wenn die Betreffzeile und der Preheader-Text nicht stimmen. Dann werden sie nämlich gar nicht erst gelesen und Ihren Abonnent:innen entgeht, was Sie sich Schönes überlegt haben.

Außerdem werden Sie zum Valentinstag nicht der einzige Newsletter im Postfach Ihrer Kund:innen sein. Das bedeutet: Der Funke muss bereits in der Betreffzeile überspringen.

Stellen Sie sich folgende Fragen – sowohl für die Kampagne insgesamt als auch für die Betreffzeile:

  • Was lieben Ihre Empfänger:innen?
  • Wie können Sie im Posteingang einen emotionalen Eindruck hinterlassen?
  • Wie können Sie den Adressat:innen danken?

Bringen Sie die Antwort in eine überzeugende Betreffzeile mit maximal 50–60 Zeichen.

Hier ein paar Ideen, wie Sie Ihre E-Mail-Betreffzeile zum Valentinstag etwas aufpeppen können:

  • Fügen Sie Emojis ein
  • Bieten Sie einen Mehrwert
  • Nutzen Sie Wörter wie „süß“, „Kuss“ und „Liebe“ auf humorvolle, unkonventionelle oder schräge Art und Weise.
    • „Verlieb dich noch heute in unsere…!“
    • „Diese… sorgen garantiert für Schmetterlinge im Bauch“
    • „Bereit für diese süßen Deals?“
    • „Sie werden sich Hals über Kopf in diese … verlieben!“

So überzeugen Sie Ihre Kontakte mit dem richtigen E-Mail Betreff.

Tipp #7: Das Auge liest immer mit

Das richtige Design ist ein entscheidender Erfolgsfaktor in Ihrem Newsletter. Nehmen Sie bei der Gestaltung immer die Perspektive Ihrer Abonnent:innen ein. Welche Bilder sieht Ihre Zielgruppe gerne?

Denken Sie immer daran: Am Valentinstag wird die Liebe gefeiert. Und zwar für alle! Achten Sie darauf, dass sich bei Ihrer Bildauswahl niemand ausgeschlossen fühlt (Stichwort: Inklusion).

Eine Parfümmarke könnte mit einem Foto von sanft beleuchteten roten Rosen gut fahren. Doch in hippen Branchen wie Elektronik oder Musiktechnik würde man Sie dafür auslachen. Da müsste etwas Moderneres her.

Design-Elemente auswählen

Welche Farbschemata, Schriftarten und Symbole wollen Sie verwenden?

Fragen Sie sich, inwieweit sich Ihr E-Mail Template zum Valentinstag von Ihren üblichen E-Mails unterscheiden soll. Wollen Sie große Veränderungen vornehmen? Oder einfach in Ihrer Corporate Identity ein paar besondere Akzente setzen, um Feiertagsflair zu vermitteln?

Wie sieht es mit Symbolen aus? Welche würden Ihre Zielgruppe ansprechen? Herzen, Blumen, Geschenkpapier, Luftballons, herzförmige Piñatas? Würden traditionelle Symbole bei Ihrer Zielgruppe ankommen oder wäre das übertrieben?

Wenn Sie sich nicht sicher sind, wie Ihre Zielgruppe darauf reagieren würde, gehen Sie auf Nummer sicher. Nehmen Sie subtile Änderungen vor und setzen Sie vorsichtig Akzente, ohne alles zu verändern.

Weitere Tipps für das perfekte Newsletter Design finden Sie in unserem ausführlichen Blog-Artikel.

Viele Online Marketing Softwares wie Sendinblue bieten vorgefertigte Valentinstags-Templates an, die die Gestaltung von E-Mails besonders einfach machen.

Tipp #8: Ein bisschen Humor und Ironie schadet nie

Vielleicht passt es partout nicht zum Stil Ihres Unternehmens, den Valentinstag zu feiern. Oder Sie glauben nicht, dass Ihre Zielgruppe damit etwas anfangen könnte. In diesem Fall können Sie ironisch auf den Feiertag Bezug nehmen oder auch ganz unabhängig davon eine Werbeaktion durchführen.

Dies kann eine wirkungsvolle Möglichkeit sein, sich von der Masse abzuheben, während alle anderen mit ihren Aktionen um den Valentinstag kreisen. Schließlich haben auch die größten Romantiker:innen es irgendwann satt, E-Mails zum Valentinstag von Online-Händlern zu lesen.

Falls Ihre Produkte gar nicht zum Valentinstag passen: Wie wär’s zum Beispiel mit einer Anti-Valentinstag-Kampagne für Singles?

Das Mode-Outlet J.Crew Factory gewährte zum Valentinstag kräftige Preisnachlässe und bewarb die Aktion mit einer humorvollen E-Mail unter der Betreffzeile: „Dies ist keine Verkaufsaktion zum Valentinstag“.

Während ein ironisches Augenzwinkern für fast jedes Unternehmen funktionieren kann, ist es besonders effektiv für Geschäfte, deren Produkte so überhaupt nicht romantisch sind. Auf Selbstironie bauen einige der schönsten Kampagnen.

Mehr Tipps zu Feiertagskampagnen gefällig? So wird jede feiertagsbezogene E-Mail-Kampagne zum echten Erfolg.

💘 Fazit: All You Need is Love!

Nun ja, das ist vielleicht arg idealistisch, aber auch nicht falsch. Für Unternehmer:innen kommt es vor allem darauf an, ihre Zielgruppe zu kennen – auch eine Form von Liebe, wenn man so will. Manche lieben den Valentinstag. Andere hassen ihn. Manche reagieren auf romantische Bilder. Andere auf Botschaften der Mitmenschlichkeit.

Hier gilt es den richtigen Ton zu finden, und wenn Sie unsicher sind, können Sie die Botschaft unverbindlicher gestalten und Ihren Kund:innen dennoch durch besondere Aktionen eine Freude machen.

Nicht vergessen: Valentinstag ist nur einer von vielen Feiertagen. Ostern und Muttertag stehen bereits vor der Tür und bieten jede Menge Marketing-Potenzial, das Sie für Ihr Business nutzen sollten.

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