November 20, 2020

Der perfekte Newsletter-Betreff: 8 Tipps, wie Sie im Postfach für Aufmerksamkeit sorgen

Lesezeit ungefähr 8 min

Die Betreffzeile ist Ihr ganz persönliches Aushängeschild und somit das erste, was Empfänger*innen von Ihrer E-Mail überhaupt wahrnehmen.

Im Prinzip ist es ganz simpel: Je überzeugender Ihr E-Mail-Betreff, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Newsletter auch wirklich geöffnet wird. Selbst die weltbeste E-Mail-Kampagne nützt Ihnen nicht viel, wenn der Betreff nicht überzeugt und neugierig auf mehr macht. Keine Sorge – wir verraten Ihnen in diesem Artikel acht Tipps, wie Sie Ihre Betreffzeile im Handumdrehen optimieren.

In der Kürze liegt die Würze

Der wohl kniffligste Part bei Betreffzeilen: auf kleinster Fläche innerhalb weniger Sekunden Empfänger*innen zum Öffnen bewegen. 

Die goldene Regel lautet somit: kurz und knackig halten. Ansonsten wird ein Teil Ihres Betreffs vom E-Mail Client abgeschnitten. Und nichts ist für Empfänger*innen nerviger als ein Newsletter im Postfach, dessen Betreff nicht vollständig angezeigt wird. Wie lang genau darf der Betreff sein? Das hängt immer vom E-Mail Client ab. 

E-Mail Client Zeichenlänge
Gmail77
Outlook60
Yahoo47
Hotmail45

Wir empfehlen Ihnen grundsätzlich eine Betreff-Länge von maximal 50 Zeichen – auf diese Weise wird sowohl in der Desktop-Ansicht als auch auf Smartphones und Tablets kein Text abgeschnitten.

Das Wichtigste zuerst

Bei Newsletter-Betreffen kommt es neben der Länge natürlich auch auf den Inhalt selbst an. Und hier lautet das Credo: Das Wichtigste kommt immer zuerst. Formulieren Sie Ihre Betreffzeilen so, dass der wichtigste Inhalt bereits am Anfang steht. Denn Ihre Abonnent*innen haben nicht viel Zeit und werden beim ersten Durchscannen des Postfachs meist nur die ersten Wörter lesen. 

Überlegen Sie, für welche Information aus Ihrem Newsletter sich die Leser*innen am meisten interessieren:

  • Ein Event
  • Eine Anmeldefrist
  • Die Höhe eines Rabatt-Coupons
  • Eine wichtige Unternehmens-News
  • Eine andere wichtige Schlüsselinformation aus Ihrer E-Mail

Hier ein Beispiel-Betreff, der die wichtigste Information an den Anfang stellt und neugierig auf mehr macht: „Frühjahrsputz: Bis zu 60% auf Pullover und Winterjacken.“

Emojis als Eyecatcher 🚀💙🥂 

Emojis sind kaum mehr wegzudenken aus unserem Alltag. Ob Whatsapp, oder Facebook – selten wird heutzutage noch eine Nachricht ohne Smileys oder bunte Figürchen verschickt. Und das nicht ohne Grund: Emojis verbreiten Spaß und lösen klare Assoziationen aus.

Aber nicht nur im privaten, sondern auch im professionellem E-Mail Marketing sind Emojis bereits angekommen. Sie bedeuten schon lange nicht mehr, dass ein Newsletter verspielt oder nicht seriös ist.

Vor allem in Betreffzeilen sind Emojis ein echter Hingucker und sorgen für die nötige Aufmerksamkeit im schwarz-weißen Postfach.

Sehen Sie selbst: Welche Betreffzeile sticht Ihrer Meinung nach am meisten hervor?

Zudem verleihen Emojis Ihren Mailings häufig einen persönlichen Touch und können dabei helfen, Spam-Wörter vorteilhaft zu ersetzen sowie die Länge Ihres Betreffs in den Griff zu bekommen. Verwenden Sie beispielsweise ⏰ anstelle des Spam-Begriffs “dringend”.

Behalten Sie immer Folgendes im Hinterkopf: 

  • Emojis stets sparsam und sinnvoll nur je nach Branche einsetzen. Als Finanz-Beratungsunternehmen würden wir beispielsweise empfehlen, eher auf Emojis zu verzichten.
  • Bedenken Sie, dass Emojis auf mobilen Endgeräten und je nach E-Mail Client unterschiedlich dargestellt werden, was zu unangenehmen Überraschungen führen kann… Lesen Sie mehr dazu in unserem Artikel über Emojis in Newslettern.

Vorsicht vor der Spam-Falle

Auch auf das richtige Wording kommt es an. Denn ist Ihr Betreff besonders unglücklich gewählt, sorgt er sogar dafür, dass es Ihre E-Mail noch nicht einmal bis in das Postfach Ihrer Empfänger*innen schafft. Mit viel Pech landet das Mailing direkt im Spam-Ordner. Dafür sorgen Spamfilter der jeweiligen E-Mail Provider. 

Einige Wörter und Zeichen triggern diese Spamfilter und versetzen sie in Alarmbereitschaft. Vermeiden Sie daher zu werbliche Formulierungen und verzichten Sie auf Wörter, die Sie unseriös erscheinen lassen. Solche Spam-Begriffe sind zum Beispiel:

  • kostenlos, gratis, umsonst, geschenkt
  • hot, sexy
  • Casino, Spielbank
  • dringend
  • $$$$, €€€€

Auf Nummer sicher gehen Sie, wenn Sie zum Beispiel eine professionelle Newsletter Software wie unsere nutzen. Denn bei Sendinblue werden E-Mails über gewhitelistete Server versendet. Das bedeutet, dass Ihre Mailings ohne Spam-Verdacht direkt ins Postfach Ihrer Empfänger*innen zugestellt werden. Unsere Server sind als vertrauenswürdig eingestuft und weichen der Spam-Prüfung so geschickt aus.

Persönlich zieht am besten

Werden Sie persönlich und sprechen Sie Ihre Leser*innen mit dem Namen an (z.B. „Hi Sarah“). Geben Sie ihnen das Gefühl, nicht nur Teil eines Massen-Mailings zu sein, sondern ein ganz besonderer Kontakt in Ihrer Liste. Das bewirkt wahre Wunder. Denn bereits mit einem personalisierten Betreff erhöht sich Ihre Öffnungsrate um 10,6%. Das haben wir aus knapp 12.000 analysierten E-Mail-Betreffen erheben können.

Falls Ihnen der Name nicht bekannt ist, können Sie Ihrer Betreffzeile dennoch einen persönlichen Touch verleihen. Zum Beispiel so:

  • Lieber Fashion-Freund, sichere dir 20% Rabatt!
  • Hallo Abenteuerlustiger, das sind die 10 besten Reiseziele!
  • Lieber Bücherwurm, jetzt 1 Buch kaufen und 1 dazu erhalten!

Einen personalisierten Newsletter zu versenden ist mit Sendinblue oder einem anderen professionellen Newsletter Tool kinderleicht. Einfach Personalisierungs-Platzhalter per drag and drop in das Mailing einbauen – die Befüllung mit den individuellen Informationen Ihrer Newsletter-Abonnent*innenen erfolgt dann beim Versand ganz automatisch.

Wie bei jedem E-Mail Marketing-Tipp gilt: Übertreiben Sie es nicht. Denn sprechen Sie Ihre Leser*innen nun in jeder Ihrer Betreffzeilen mit Vornamen an, dann würde das ziemlich schnell den gewünschten Effekt verlieren.

Auffällig, aber nicht aufdringlich

Ja, Ihre Betreffzeile soll im Postfach Ihrer Empfänger*innen für Aufmerksam sorgen. Aber nicht um jeden Preis

Vermeiden Sie daher übertriebene Groß- und Kleinschreibungen, Interpunktion oder Sonderzeichen wie zum Beispiel „EXKLUSIVE WEBINAR-EINLADUNG“ oder „!!!!!“.

Schaffen Sie unwiderstehliche Anreize

Das Zauberwort im E-Mail Marketing lautet Relevanz und fängt bereits bei der Betreffzeile an. Denn was nicht interessiert, wird auch nicht geöffnet. Schaffen Sie Anreize, um Empfänger*innen zum Öffnen zu animieren. Wie das geht? Versenden Sie beispielsweise Newsletter mit Betreffzeilen, die auf das individuelle Kaufverhalten Ihrer Kund*innen abgestimmt sind.

Mal angenommen Frau Müller ist Ihre Kundin und kauft in Ihrem Onlineshop besonders häufig Damenschuhe. In der Betreffzeile deuten Sie am besten schon an, dass es sich um eine Neuigkeit aus genau diesem Bereich handelt (z.B. “Jetzt 20% Rabatt auf die neue Damenschuh-Kollektion sichern, Frau Müller”). Das sorgt für besonders hohe Öffnungsraten. Bieten Sie passend dazu verschiedene Produkte an, die Frau Müller für ihre neuen Schuhe gebrauchen könnte. 

Es ist immer eine gute Idee, die Sonderaktionen in der Betreffzeile zu terminieren. Durch das begrenzte Angebot ist der Anreiz höher, den Newsletter zu öffnen. Die Betreffzeile könnte so lauten: “Schlussverkauf – nur heute bis 23:59 Uhr!”

Ehrlich währt am längsten

Dies ist vielleicht der wichtigste Rat, den wir Ihnen geben können: Ein guter E-Mail-Betreff sollte nicht einfach nur die Öffnungsrate eines einzelnen Newsletters maximieren. Er sollte vor allem dazu beitragen, eine dauerhafte Beziehung zwischen Ihrer Marke und Ihren Kund*innen aufzubauen. 

Vermeiden Sie es also, über den Inhalt Ihrer E-Mails zu lügen, das berühmte “Gefühl der Dringlichkeit” zu missbrauchen oder andere Dinge, die Ihre Öffnungsraten künstlich erhöhen: Das bringt langfristig keine Punkte. Versuchen Sie im Gegenteil einen eigenen und kreativen Tone-of-Voice zu finden, der im Postfach Ihrer Kontakte für Aufmerksamkeit sorgt. 

Auf diese Weise erinnern sich Ihre Abonnent*innen auch langfristig an sie, schenken Ihnen Vertrauen und haben auch in Zukunft Lust auf mehr E-Mails von Ihnen.

Fazit: Ein guter Anfang setzt den Ton

Ihr Betreff ist der erste Eyecatcher Ihrer E-Mail. Geben Sie sich also besonders viel Mühe und gestalten Sie eine aktivierende und überzeugende Betreffzeile, die Ihre Empfänger*innen zum Öffnen animiert. Achten Sie auf kurze und knappe Formulierungen und verleihen Sie Ihrem Mailing wenn möglich einen persönlichen Touch. Lassen Sie sich von unseren Tipps und Beispielen inspirieren und versuchen Sie es einmal selbst aus.

Beispiele für treffende Betreffen:

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Nicht vergessen: Zwar sollten Sie besonderes Augenmerk auf die Betreffzeile legen, dabei aber nicht den Newsletter-Inhalt aus den Augen verlieren. Nicht die Öffnungsrate bringt Ihnen Umsätze, sondern die Verkaufszahlen.

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