November 17, 2020

10 Tipps, wie Sie garantiert nützliche E-Mail-Adressen sammeln

Lesezeit ungefähr 8 min

Sie haben eine kreative E-Mail-Kampagne erstellt? Herzlichen Glückwunsch, aber nun gilt es Ihr Mailing unter die Leute zu bringen. Denn: Was nützt der weltbeste Newsletter, wenn er bei niemandem im Postfach landet? Eine qualitativ hochwertige und umfangreiche Empfängerliste muss also her.

Mit diesen 10 Tipps gewinnen Sie neue Interessent*innen für Ihren Newsletter und vergrößern im Nullkommanix Ihren E-Mail Verteiler.

Kein Newsletter ohne Empfänger*innen

Die Basis eines jeden Newsletters sind die Empfänger*innen. Aber beginnen wir von vorn: E-Mail Marketing ist mit seinem besonders hohen ROI (Return on Investment) die effizienteste Disziplin im Online Marketing und anderen Bereichen wie Social Media damit weit voraus. Newsletter helfen dabei, Umsätze zu steigern und Kund*innen langfristig an Ihr Unternehmen zu binden.

Behalten Sie eines immer im Hinterkopf: Ihre Leser*innen wollen rechtzeitig und passend informiert werden. Sie haben den harten Wettbewerb der E-Mail Marketer verloren, sobald Empfänger*innen Ihr Mailing als Spam empfinden oder sich beim Lesen gelangweilt fühlen.

So sammeln Sie im Handumdrehen E-Mail-Adressen

1. Bieten Sie Abonnent*innen einen echten Mehrwert

Warum sollte sich jemand für Ihren Newsletter anmelden? Grundsätzlich gilt: Je relevanter Ihr Newsletter, desto eher sind potenzielle Abonnent*innen dazu bereit, Ihnen die E-Mail-Adresse und möglicherweise sogar einige kleine Extra-Informationen zu übermitteln. Diese können Sie später für die Personalisierung nutzen, um noch überzeugendere Newsletter zu versenden.

Stellen Sie sich als Marketer die Frage, welche Informationen Sie regelmäßig per Newsletter an Ihre Empfänger*innen streuen wollen? Finden Sie zudem Ihr Design, Ihre Tonalität und Ihre redaktionelle Linie heraus und machen Sie sich für Ihre Leser*innen erkennbar. Heben Sie sich von Ihren Wettbewerbern ab und stellen Sie Ihre besten Inhalte und interessantesten Angebote zusammen. Kurz gesagt: Bieten Sie Leser*innen einen inhaltlichen Mehrwert.

Kaufempfehlungen per Newsletter oder spannende Rabattaktionen kommen beispielsweise bei Abonnent*innen immer gut an und sorgen zudem für besonders hohes Engagement. Lassen Sie sich außerdem von unseren 50 Newsletter-Ideen inspirieren.

2. Vermeiden Sie Hürden bei der Newsletter-Anmeldung

E-Mail-Adressen und Empfängerinformationen sammeln? Ja! Und das um jeden Preis? Lieber nicht. Weniger ist oft mehr – das gilt auch für Ihr Anmeldeformular. Natürlich möchten Sie am liebsten so viele Informationen über Ihre Empfänger*innen sammeln, wie es nur möglich ist. Das kommt Ihnen insbesondere für die Zielgruppenerschließung und Empfängersegmentierung zu Gute. 

Machen Sie das Newsletter-Anmeldeformular für potenzielle Kund*innen allerdings unnötig kompliziert, verlieren diese verständlicherweise schnell die Geduld. Wer möchte sich schon gerne Minuten lang damit aufhalten, einen Newsletter zu abonnieren? Rechtlich gesehen dürfen Sie ohnehin nur die E-Mail-Adresse als Pflichtfeld abfragen, alle anderen Felder müssen freiwillig bleiben.

3. Widerstehen Sie der Versuchung: kein käuflicher Erwerb von E-Mail-Adressen

Falls Sie schon einmal mit dem Gedanken gespielt haben, E-Mail-Adressen käuflich zu erwerben, sollten dies ganz schnell wieder aus ihrem Kopf streichen. E-Mail-Adressen kaufen ist nicht nur rechtlich ein absolutes No-Go, sondern bringt Ihnen auch in Sachen Relevanz keine Punkte. Denn wie bereits gesagt: Was nicht interessiert, wird auch nicht gelesen. Für Ihren Marketing-Erfolg sind gekaufte Adresslisten deshalb ohnehin wertlos und Ihr Geld an anderer Stelle besser aufgehoben.

E-Mail-Adressen kaufen widerspricht nämlich der goldenen Regel des E-Mail Marketings: Dem Double-Opt-In-Verfahren (DOI-Verfahren). Für den E-Mail-Versand muss immer die aktive Einwilligung der Empfänger*innen vorliegen. Das ist bei gekauften Adressen logischerweise nicht der Fall.

Selbst wenn die Empfängerdaten aus diesen Listen korrekt und vollständig wären, würden sich diese Menschen höchstwahrscheinlich sowieso nicht für Ihr Mailing begeistern. Und das Interesse Ihrer Abonnent*innen ist der Schlüssel zur langfristigen Kundenbindung

4. Wer sich an die Regeln hält, wird belohnt

Kommen wir noch einmal genauer auf das DOI-Verfahren zu sprechen. Dieses funktioniert nach folgendem Prinzip: Ein*e potenzielle*r Interessent*in meldet sich für Ihren Newsletter an. Anschließend erhält diese*r eine Mail mit einem individuellen Bestätigungslink. Mit Klick auf diesen Link willigt der*die Empfänger*in aktiv dem Empfang Ihres Newsletter ein. Herzlichen Glückwunsch, Sie haben nun einen Kontakt mehr in Ihrem E-Mail-Verteiler, den Sie kontaktieren dürfen.

In der Realität geht dieser Prozess leider nicht immer so flüssig vonstatten. Sie werden ab und zu feststellen, dass sich beim Eintragen der E-Mail-Adresse ein Tippfehler eingeschlichen hat. Aus rechtlicher Sicht ist es Ihnen nicht gestattet, diesen Fehler zu korrigieren. Das muss der*die Empfänger*in in diesem Fall selbst regeln.

5. Social Media ist gut, E-Mail Marketing ist besser?

Sehen Sie Social Media als Stütze für Ihr E-Mail Marketing oder als Geheimwaffe für einen kleinen Extra-Boost an Reichweite. Je nach Branche und Art Ihres Unternehmens sind Sie wahrscheinlich bereits auf Social Media vertreten und unterhalten Ihre Follower regelmäßig mit lustigen Bildern, informativen Posts und innovativen Gewinnspielen.

Bewerben Sie die Newsletter-Anmeldung doch einfach zusätzlich auf Ihren Social Media-Kanälen und erreichen Sie so eine Gruppe an Leuten, die sich sonst nicht zu Ihrem Newsletter verlaufen hätte. Denn Sie werden die Aufmerksamkeit potenzieller Abonnent*innen eher auf Ihren Newsletter ziehen, wenn diese ihn mehr als einmal zu Gesicht bekommen.

6. Gutscheine, Rabatte & andere Give Aways

Sind wir mal ehrlich: Die Wenigsten geben ihre Daten gerne einfach so preis. Warum nicht einfach eine Gegenleistung für die Newsletter-Anmeldung anbieten? Wie wäre es zum Beispiel mit einem Gutschein, einem Rabattcode, einem Gewinnspiel oder anderen Give Aways wie einem Whitepaper?

Sehen Sie dieses Prinzip als fairen Tausch an: Daten gegen Geschenk. In der Praxis bewährt sich dieser Weg als besonders effektive Methode, um viele Newsletter-Anmeldungen zu generieren.

7. Don’t judge a book by its cover – zählt nicht für das Anmeldeformular

Das Auge liest immer mit. Ein hübsch gestaltetes Anmeldeformular, das darüber hinaus die rechtlichen Vorgaben erfüllt, trägt wesentlich dazu bei, ob sich potenzielle Abonnent*innen für Ihren Newsletter anmelden oder nicht. Beachten Sie hierbei vor allem die folgenden drei Punkte:

Datensparsamkeit: Die Datensparsamkeit spielt im Rahmen der DSGVO eine große Rolle. Abgefragt werden dürfen somit nur Daten, die für den Verarbeitungszweck auch notwendig sind. Bei der Anmeldung zum Newsletter ist dies die E-Mail-Adresse. Alle weiteren Daten können als freiwillige Angaben abgefragt werden.

Abmeldelink: Weisen Sie eindeutig auf die Abmeldemöglichkeit hin. Alles andere ist nicht nur rechtswidrig, sondern schreckt Ihre Empfänger*innen ab. Die Möglichkeit, sich von einem Mailing abmelden zu können, beruhigt am Ende des Tages eben doch. Wer möchte schon ewige Verpflichtungen eingehen?

Datenschutzerklärung: Der Link zur Datenschutzerklärung muss unbedingt gesondert angegeben werden. Auch wenn sie wahrscheinlich niemand liest – der Empfänger bestätigt diese mit Klick auf den Double-Opt-In-Link.

8. Auffällig genug, aber nicht aufdringlich

Die Platzierung eines Anmeldeformulars ist das A und O beim Sammeln von E-Mail-Adressen. Potenzielle Empfänger*innen sollten von Ihrem Anmeldeformular weder penetrant genervt werden, noch sollten sie es à la „Where’s Waldo“ auf Ihrer Website suchen müssen. Halten Sie sich am besten an einen dieser drei Wege:

Pop-Up auf Ihrer Website: Pop-Ups sind Fenster, die per Klick auf einer Website in einem gesonderten Fenster geöffnet werden. Und ja, Sie nerven – darüber sind wir uns einig. Aber Pop-Ups performen auch besonders gut – das ist ebenfalls Fakt. Wägen Sie also genauestens ab und finden Sie ein gutes Mittelmaß!

Link im unteren Bereich der Website: Verlinken Sie hier zur Newsletter-Anmeldung. Hier ist das Anmeldeformular unauffällig, aber dennoch schnell auffindbar.

Anmeldung im Blog: Lesen Ihre potenziellen Abonnent*innen Ihre Blogartikel, so sind diese aktiv auf der Suche nach mehr Informationen. Finden sie das Anmeldeformular direkt bei einer solchen Wissenssammlung, können sie sich direkt für mehr relevante Inhalte anmelden.

9. Halten Sie das, was Sie versprechen

Niemand möchte sich zu einem Newsletter anmelden, um dann tagtäglich mit potenziell schlechten Kampagnen und haufenweise Werbung genervt zu werden. Teilen Sie deshalb potenziellen Abonnent*innen in Ihrem Anmeldeformular genau mit, welche Inhalte sie zu erwarten haben und halten Sie Ihr Versprechen.

Fassen Sie kurz und knapp die Vorteile Ihres Newsletters zusammen und erwähnen Sie zudem, wie häufig Sie Ihren Newsletter versenden. Die Versandfrequenz dürfen Sie dann natürlich weder über- noch unterschreiten.

10. Keiner kauft gern die Katze im Sack

Haben Sie schon einmal eine größere Anschaffung gemacht, ohne sich vorher ausführlich zu informieren? Wahrscheinlich nicht. Genau so geht es potenziellen Leser*innen, die sich noch unsicher sind, ob Ihr Newsletter sie wirklich interessiert.

Schaffen Sie im Vorhinein Vertrauen, indem Sie einen Link zu Ihrem Newsletter-Archiv zur Verfügung stellen. So können zukünftige Empfänger*innen ein bisschen stöbern und selber einschätzen, ob die Inhalte für sie relevant sind oder nicht.

Fazit: E-Mail Adressen sammeln für starke Kampagnen

E-Mail-Adressen sammeln muss nicht schwer sein. Für das rechtssichere Erweitern Ihres E-Mail-Verteilers stehen Ihnen zahlreiche Türen offen. Nicht nur der Newsletter selbst ist ein wichtiger Aspekt, auch Merkmale wie Vertrauen, Belohnungen und das richtige Design helfen Ihnen, E-Mail-Adressen zu sammeln. Schon kleinste Änderungen an Ihrer Strategie können große Auswirkungen haben. Probieren Sie es einfach selbst aus!

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