Juli 1, 2021

7 Tipps fĂŒr CO2-freundliches E-Mail Marketing 💚

Lesezeit ungefÀhr 9 min
7 Tipps fĂŒr CO2-freundliches E-Mail Marketing

Wir alle hinterlassen einen ökologischen Fußabdruck. Auch beim E-Mails versenden und empfangen. Denn E-Mails verbrauchen Energie – sei es durch Rechenzentren oder durch unsere EndgerĂ€te.

Doch die gute Nachricht fĂŒr alle Marketer:innen an dieser Stelle: Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wie Sie Ihr E-Mail Marketing effektiv und langfristig klimafreundlicher gestalten können.

Wir verraten Ihnen 7 Tipps, mit denen Sie im Handumdrehen Kohlenstoffdioxid (CO2) einsparen und so umweltfreundlicher digital kommunizieren.

đŸ€” Wie viel CO2 produziert eigentlich eine E-Mail?

Eins ist sicher: In Sachen CO2-Bilanz ist die E-Mail als reiner digitaler Channel definitiv die nachhaltige und umweltschonende Alternative zum Briefversand. Der E-Mail-Versand produziert weder Papier noch Abgase durch den Transport.

Aber: Auch Digitales verbraucht Energie und verursacht CO2-Emissionen.

Denn das Versenden von E-Mails ist nur möglich, weil weltweit Milliarden Server in gigantischen Rechenzentren rund um die Uhr arbeiten. Und diese Server mĂŒssen mit ziemlich viel Strom betrieben werden. 

Aber auch die Art und Weise, wie wir E-Mails abrufen, lesen und speichern beeinflusst unseren ökologischen Fußabdruck. Beispielsweise verbraucht das Herunterladen von E-Mails zuhause aus dem eigenen WLAN zehnmal weniger Strom als aus dem Mobilfunknetz. 

Hinzu kommen Strom und Wasser fĂŒr die permanente KĂŒhlung der Server.

Nicht zu vergessen der Stromverbrauch fĂŒr die Herstellung und Nutzung von Smartphones, Laptops, Desktop-PCs und anderen EndgerĂ€ten. Der tatsĂ€chliche Verbrauch kann sich hierbei von GerĂ€t zu GerĂ€t noch einmal erheblich unterscheiden.

Aber wie viel Kohlenstoffdioxid produziert nun eine E-Mail eigentlich? Laut Expert:innen verbraucht eine normale E-Mail ohne Anhang im Schnitt ca. 10 Gramm CO2.

Zum Vergleich: Die Klimabilanz eines Briefs schneidet durchaus schlechter ab. Denn ein Brief, der mit der Post verschickt wird, verbraucht mit ca. 20 Gramm knapp doppelt so viel CO2, wobei der Transport hier den Hauptanteil ausmacht.

💡 7 Tipps fĂŒr umweltbewusstes E-Mail Marketing

Das Thema Klimaschutz macht auch vor der Digitalisierung nicht Halt. Auch E-Mails verursachen Treibhausgase.

Grund genug, sich ausgiebig mit der Frage auseinanderzusetzen, wie Sie als Marketer:in einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und den CO2-Ausstoß Ihrer E-Mail-Kampagnen langfristig verringern können. Denn: Maßnahmen fĂŒr mehr Nachhaltigkeit und Umweltschutz kommen letztlich nicht nur dem Klima zugute, sondern spiegeln sich auch in Ihrem Unternehmenserfolg wider.

Wie genau nachhaltiges E-Mail Marketing gelingt, verraten wir Ihnen in den nĂ€chsten Abschnitten. 👇

Um die nachfolgenden Tipps etwas besser nachzuvollziehen, behalten Sie beim Lesen bitte immer folgendes Szenario im Hinterkopf: Wir versenden ein Mailing an 10.000 EmpfÀnger:innen. Davon öffnen im Durchschnitt 35% und die Klickrate betrÀgt 5%. 

Tipp 1: Betten Sie Bilder nicht ein

Bilder, die Sie in eine E-Mail einbetten, werden tatsĂ€chlich mitgeschickt. Wenn Sie also ein Bild in Ihr Mailing einbetten, wird es in unserem Beispiel 10.000 Mal versendet. 

Umweltfreundlicher ist es jedoch, wenn Sie das Bild nicht direkt einbetten, sondern nur auf die Quelle auf einem Server verweisen. Damit liegt das Bild auf dem Sendinblue Server und nur, wenn EmpfĂ€nger:innen das Mailing öffnen, wird das Bild in Sekundenschnelle heruntergeladen. 

Da von den 10.000 EmpfĂ€nger:innen nur rund 35% das Mailing öffnen, können also ca. 65% eingespart werden. 

Und das Beste: Sie verbessern Ihre Zustellrate. Denn zu viele eingebettete Bilder erhöhen den Spam-Verdacht und das kann sich wiederum negativ auf Ihre Zustellrate auswirken. 

Vielleicht fragen Sie sich jetzt, warum ĂŒberhaupt Bilder eingebettet werden? Der Vorteil ist, dass das Bild eben nicht erst nachladen muss, was manche E-Mail Clients verhindern. Vor allem bei dem eigenen Unternehmenslogo ist dies unerwĂŒnscht. 

Unsere Empfehlung lautet daher: FĂŒgen Sie Ihr Logo direkt in die E-Mail ein. Aber versuchen Sie nach Möglichkeit auf die Einbettung anderer Bilder zu verzichten.

Gut zu wissen: Bei Sendinblue wird immer auf die Bildquelle auf den Sendinblue Servern referenziert. Damit bieten wir Ihnen schon mal eine klimafreundliche Grundeinstellung.

Tipp 2: Komprimieren Sie Ihre Bilder

Bleiben wir direkt beim Thema Bilder

Egal ob Sie nun das Bild in Ihr Mailing einbetten (und in unserem Beispiel dann wirklich 10.000 Mal verschicken) oder, ob Sie nur auf die Bildquelle auf dem Server verweisen: Versuchen Sie immer Ihre Bilder klein zu halten. Je kleiner die Datei, desto weniger Bits und Bytes mĂŒssen gespeichert werden und durch das Internet geschickt werden. Und das spart jede Menge CO2.

Bilder zu komprimieren ist vermutlich der grĂ¶ĂŸte Hebel, den Sie selbst in der Hand haben, um in Sachen Green Marketing wirklich etwas zu bewirken. 

Gut zu wissen: Sie können in Adobe Photoshop die Bilder als “komprimierte Bilder” speichern. Es gibt aber auch viele andere kostenlose Online Tools.  

Tipp 3: Verzichten Sie auf AnhÀnge

Erinnern Sie sich noch an Tipp 1? CO2 sparen durch den Verzicht auf AnhĂ€nge funktioniert nach dem gleichen Prinzip. Versuchen Sie also grundsĂ€tzlich auf AnhĂ€nge (wie Bestellformulare etc.) zu verzichten. 

Spielen wir das ganze noch einmal an unserem Beispiel durch: Sie versenden ein 2 Megabyte großes PDF an 10.000 EmpfĂ€nger:innen. Das bedeutet: Sendinblue schickt damit 20 GB (2 MB x 10.000) durchs Internet. Und: Verteilt auf den Servern der E-Mail-EmpfĂ€nger:innen mĂŒssen 20 GB gespeichert werden. Ganz schön viel fĂŒr ein kleines 2 MB großes PDF.

Daher unsere Empfehlung: Speichern Sie Ihren Anhang (Ă€hnlich wie Ihre Bilder) auf den Sendinblue Servern und verlinken Sie in Ihrer E-Mail darauf. 

Auf diese Weise wird Ihr Anhang nur von denjenigen Kontakten abgerufen, die ihn auch wirklich abrufen wollen. 

In Zahlen ausgedrĂŒckt: So wĂŒrde fĂŒr das Abrufen nur 7 GB anstatt 20 GB  (65% weniger) verbraucht werden und fĂŒr das Speichern auf Servern nur 2 MB anstatt 20 GB (99,99% weniger!!!). Der Effekt könnte kaum grĂ¶ĂŸer sein! 

Tipp 4: FĂŒgen Sie Buttons als Code ein 

Wie bereits gesagt: Bilder können ganz schön groß sein. 

Ein Button der programmatisch als Code in das Mailing eingefĂŒgt ist, verbraucht in der Regel deutlich weniger Bytes als der gleiche Button als Bilddatei. 

Unsere Empfehlung daher: Wenn Sie die CO2-Bilanz Ihres E-Mail Marketings verbessern wollen, versuchen Sie Buttons immer als Code und nicht als Bild einzufĂŒgen.

Tipp 5: Versenden Sie nur an gezielte EmpfÀnger:innen

GrundsĂ€tzlich gilt: Die Gießkanne gehört in Ihren GemĂŒsegarten – nicht ins E-Mail Marketing

Versuchen Sie also nicht, mit der Gießkanne einfach ĂŒber Ihren gesamten Verteiler zu gehen und allen Kontakten das gleiche Mailing zu schicken. Setzen Sie auf gezielte Kundenansprache statt auf Gießkannenprinzip.

Das Zauberwort lautet hierbei Segmentierung. Eine typische Segmentierung, die wirklich alle Marketer:innen vornehmen sollten, ist die Einteilung in aktive und inaktive Kontakte. Inaktive Kontakte sind beispielsweise Kontakte, die – je nach Versandfrequenz – in den letzten 6 Monaten nicht einen Ihrer Newsletter geöffnet haben. 

Als Faustregel gilt: Alle Mailings, die eine Öffnungsrate unter 15% haben, sind in der Regel nicht besonders gut. 

Erfahren Sie noch mehr ĂŒber die wichtigsten Kennzahlen im Newsletter Marketing und schauen Sie, wie Sie im Branchenvergleich abschneiden.

Und genau hier besteht Sparpotential – sowohl fĂŒr Ihren Geldbeutel (denn bei Sendinblue zahlen Sie basierend auf der Anzahl Ihrer E-Mails), als auch fĂŒr das Klima.

Denn: WĂŒrden wir nicht an 10.000, sondern nur an 8.000 aktive EmpfĂ€nger:innen schicken, könnten wir 20% CO2 beim Versand von E-Mails sparen und weitere 20% beim Speichern des Mailings auf den anderen Server (auch das kostet im Endeffekt CO2). 

Die Kunst besteht also darin, diejenigen Kontakte herauszufiltern, die das Mailing sowieso nicht öffnen, um auf diese Weise nur diejenigen zu erreichen, die sich auch wirklich fĂŒr Ihr Mailing interessieren könnten. 

Zugegeben ist das nicht immer einfach, aber mit der Segmentierungsfunktion von Sendinblue (z.B. verhaltensbasierte Merkmale) haben sie schon einige gute Indikatoren. 

Außerdem bieten wir eine top Marketing Automation Suite, mit der Sie immer zur richtigen Zeit die richtige Botschaft an die richtigen EmpfĂ€nger:innen versenden. Und das vollkommen automatisiert.

Erfahren Sie hier alles rund ums Thema Marketing Automation und erhalten Sie ein kostenloses E-Book.

Tipp 6: Fordern Sie zum Löschen auf

Ein weiterer Tipp, den wir Ihnen zur Verbesserung Ihrer CO2-Bilanz geben möchten, lautet: Fordern Sie Ihre Kontakte zum Löschen auf. 

Zugegeben: Der Vorschlag scheint vielleicht etwas radikal – gerade von einem E-Mail-Marketing-Anbieter. 

Aber wieso eigentlich nicht? 

Wenn ein Kontakt keine zukĂŒnftige Verwendung mehr fĂŒr Ihre alten Mailings hat, wĂ€re es besser, wenn er oder sie es gleich löscht, anstatt sie noch mehrere Jahre zu speichern. Das kostet nur unnötig CO2.

Tipp 7: WĂ€hlen Sie einen klimaneutralen E-Mail-Marketing-Anbieter

Wenn Sie das Thema Nachhaltigkeit in Ihrer Online-Marketing-Strategie integrieren möchten, sollten Sie auch eine E-Mail Marketing Software auswÀhlen, die verantwortungsbewusst mit dem Thema umgeht und einen CO2-freundlichen Ansatz verfolgt.

Noch nicht ganz sicher, welches Newsletter Tool es sein soll? Vergleichen Sie hier die Funktionen und Preise der 4 besten E-Mail Marketing Softwares.

Wussten Sie, dass der deutsche Standort von Sendinblue bereits vollkommen klimaneutral ist?

Das bedeutet: Gemeinsam mit ClimatePartner haben wir unsere CO2-Emissionen erfasst – von Heizung und BĂŒromaterialien bis hin zur Verpackung und Entsorgung unserer Produkte. Diesen sogenannten Corporate Carbon Footprint (CCF) gleichen wir aus, indem wir ein Klimaschutzprojekt unterstĂŒtzen. 

Klimaschutzprojekte sparen CO2 ein – etwa mit Aufforstungsmaßnahmen oder Ersatz klimaschĂ€dlicher Technologien durch klimafreundliche Alternativen.

đŸ’Ș Nachhaltiges E-Mail Marketing ist kein Hexenwerk

GrĂŒn, grĂŒner, E-Mail Marketing.

Sie wissen nun, wie Sie an Ihrem grĂŒnen Daumen arbeiten und Ihre E-Mail-Kampagnen bereits mit einfachen Maßnahmen CO2-freundlicher gestalten können.

Versuchen Sie Bilder zu komprimieren, auf AnhĂ€nge zu verzichten und schreiben Sie nur diejenigen Kontakte an, die sich auch wirklich fĂŒr Ihr Mailing interessieren. 

Wenn Sie dann noch eine klimaneutrale Online-Marketing-Plattform wie Sendinblue auswÀhlen, dessen Berliner Office und deutscher Serverstandort bereits das verbrauchte CO2 ausgleicht, sind sie auf dem besten Weg zu einer CO2-freundlichen digitalen Kommunikation.

Nicht nur das Klima, sondern auch Ihre Kund:innen werden es Ihnen danken. 💚

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