November 11, 2020

Black Friday: Best Practices & Tipps fĂĽr Ihr E-Mail Marketing đź–¤

Lesezeit ungefähr 9 min

Der Countdown läuft: Nur noch zwei Wochen bis Black Friday. Während Schnäppchenjäger*innen bereits den besten Deals entgegenfiebern, lässt der Tag vor allem auf Händlerseite Herzen höher schlagen, denn für sie bedeutet Black Friday in erster Linie: Sales Day. 🚀

Eins ist sicher: Am 27. November 2020 werden im E-Mail Marketing wieder die Server so heiß laufen wie nie. Denn der große Sales Day zählt mittlerweile zu einem der umsatzstärksten Verkaufstage im Jahr und läutet inoffiziell die vorweihnachtliche Shopping-Saison ein. Laut Handelsverband Deutschland werden allein an den Tagen von Black Friday bis Cyber Monday jährlich rekordverdächtige Umsätze von rund 2,5 Milliarden Euro erwirtschaftet. Insbesondere durch COVID-19 schwenkt dieses Jahr bei mehr Händler*innen denn je das Geschäftstreiben von Ladenbetrieb auf Onlinehandel um. Wer also gut im E-Commerce aufgestellt ist, geht klar als Gewinner*in aus der Corona-Krise hervor.

Damit Sie fĂĽr das groĂźe Sales-Wochenende bestens gewappnet sind und Ihre Black Friday E-Mail-Kampagne ein voller Erfolg wird, geben wir Ihnen in diesem Artikel 8 wertvolle Tipps mit an die Hand. Nachmachen lohnt sich.

Gaaaaanz dringend: Jetzt oder nie!

Erzeugen Sie in Ihrer E-Mail-Kampagne ein Gefühl von Dringlichkeit – Black Friday ist schließlich nur einmal im Jahr. Machen Sie diese Einmaligkeit deutlich: “Nur heute”, “Last Chance” oder “Nur noch 3 auf Lager” sind beispielsweise effektive Formulierungen, um Dringlichkeit zu signalisieren und potenziellen Kund*innen zu vermitteln, einen besonderen Deal zu verpassen, wenn sie jetzt nicht zuschlagen.

Verdeutlichen Sie am besten schon in der Betreffzeile, aber auch bei Ihren Call-to-Actions (CTAs), dass es sich um ein zeitlich begrenztes Angebot handelt und nutzen Sie aktivierende Wörter, um Ihre Kundschaft zum Kauf zu motivieren. Auch ein tickender Countdown hat einen starken psychologischen Effekt und setzt einen Anreiz zum Kauf.

Werden Sie kreativ & heben Sie sich ab

Rabatte von 50, 70, 90 Prozent? Zum Black Friday kommt es zu wahren Rabattschlachten, bei denen vor allem kleine Online-Shops häufig nicht mithalten können. Umso wichtiger ist es als Marketer kreativ zu werden.

Sie mĂĽssen beispielsweise nicht gleich Ihr gesamtes Produkt-Sortiment in den Sale stellen. Rabattieren Sie vielleicht nur eine bestimmte Produkt-Kategorie oder passend zum Black Friday-Thema nur Produkte in der Farbe Schwarz.

Ist der Black Friday Sale Ihr einziger Ausverkauf in diesem Jahr? Dann lassen Sie dies Ihre Kundschaft im Newsletter wissen. Treue Kunden werden sich freuen. Wie wäre es zudem mit einem höheren Rabatt bei steigendem Warenkorbwert? Ein guter psychologischer Effekt, der zusätzlichen Anreiz zum Kauf schafft und dazu führt, dass Ihre Kundschaft potenziell mehr Geld ausgibt, um mehr Geld sparen zu können.

Spielen Sie mit unterschiedlichen Timings

Sie können Black Friday kaum erwarten? Dann versenden Sie Ihren Newsletter doch einfach mal ein paar Tage früher.

Denn eins ist klar: Zum jährlichen Black Friday platzt das E-Mail-Postfach aus allen Nähten und der Kampf um die Aufmerksamkeit von Abonnent*innen ist so hart wie nie. Demnach kann es durchaus sinnvoll sein, bereits vor dem Black Friday erste Sonderangebote zu bewerben und in den Pre-Sale zu gehen, bevor es die Konkurrenz tut. Es lohnt sich auĂźerdem auch alle NachzĂĽgler*innen, die Black Friday verschlafen und Ihr Mailing noch nicht geöffnet haben, erneut mit einem Newsletter anzuschreiben. 

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Aber egal, an welchem Tag Sie letztlich Ihren Sale starten: Fangen sie bereits frĂĽh damit an, potenzielle Kund*innen mithilfe von kleinen Teasern auf Ihre Black Friday-Angebote einzustimmen. Denn das schĂĽrt Vorfreude. Und die ist ja bekanntlich die schönste Freude. 

Mit treffenden Betreffen direkt auf Erfolgskurs

Dass an Black Friday die Umsätze durch die Decke schießen ist definitiv kein Geheimnis. Und, dass E-Mail Marketing einer der effizientesten Kanäle ist, um die besten Schnäppchen zu bewerben, wissen auch nicht nur Sie und wir. Dementsprechend voll wird es an diesem Sales-Wochenende im E-Mail-Postfach:

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Aber was tun, damit Ihr Black Friday Newsletter zu denen gehört, die aus der Masse hervorstechen und geöffnet werden?

Im Prinzip ganz simpel: Je ĂĽberzeugender Ihr E-Mail-Betreff, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Newsletter auch wirklich gelesen wird. Denn der Newsletter-Betreff ist Ihr ganz persönliches Aushängeschild – das Erste, was Ihre Empfänger*innen von Ihrer E-Mail ĂĽberhaupt wahrnehmen und was darĂĽber entscheidet, ob Ihr Mailing geöffnet wird oder nicht. 

Wie aber lautet nun die Formel fĂĽr den perfekten Newsletter-Betreff an Black Friday?

Direktheit + Dringlichkeit = Ă–FFNEN.

Während Direktheit und Dringlichkeit normalerweise nicht immer das beste Rezept für Betreffzeilen sind, herrschen an Black Friday ganz eigene Regeln im E-Mail Marketing. Denn an diesem Sales-Wochenende werden Online-Shopper in kürzester Zeit mit Hunderten Newslettern überschüttet und Ihr Angebot sollte beim ersten Durchscannen direkt ins Auge stechen. Deshalb gilt: Subtiles E-Mail Marketing hat an Black Friday nichts zu suchen.

  • Direktheit: Verzichten Sie auf Floskeln und kommunizieren Sie Ihr Angebot klar und deutlich: Wie hoch ist Ihr Rabatt? Bieten Sie kostenlosen Versand an? Welche konkreten Marken gibt es bei Ihnen im Sale? Kommunizieren Sie direkt, aber auch immer mit Raffinesse. Versuchen Sie sich an charmanten Formulierungen oder Redewendungen, die fĂĽr Aufmerksamkeit sorgen. 
  • Dringlichkeit: Den Punkt mit der Dringlichkeit hatten wir bereits oben angesprochen. Machen Sie Ihren Newsletter-Abonnent*innen bereits in der Betreffzeile deutlich, dass es sich um ein einmaliges Black Friday-Angebot handelt, welches sie sich nicht entgehen lassen sollten.

GIFs: Bringen Sie Bewegung in Ihr E-Mail Marketing

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Animationen in Ihrem Newsletter sind eine super Möglichkeit, um Empfänger*innen in kurzer Zeit gleich mehrere Produkte zu präsentieren. Hübsch anzusehen sind sie noch dazu.

Zudem sorgen GIFs für den gewissen Spaßfaktor und machen Lust, sich durch Ihre Angebote zu klicken. Entsprechend höher ist die Engagement-Rate bei animierten Bildern als bei „herkömmlichen“ Links. Dennoch sollten Sie es nicht gleich übertreiben. Grundsätzlich gilt beim Einsatz von GIFs: Weniger ist mehr. Fokussieren Sie sich auf Ihr Ziel und setzen Sie Animationen nur unterstützend ein.

Mit einer professionellen E-Mail Marketing Software wie Sendinblue können Sie ganz einfach per Drag and Drop Animationen in Ihren Newsletter einfügen und im Nullkommanix personalisieren.

Spenden statt Rabatte

Sie haben an Black Friday keine Lust auf Rabattschlachten und möchten ein besonderes Statement setzen? Dann verzichten Sie am wohl konsumreichsten Tag des Jahres auf Preisnachlässe und spenden Sie einfach einen Teil Ihrer Einnahmen. Immer mehr Menschen möchten Sinn stiften mit dem, was sie kaufen und legen beim Online-Shopping zunehmend Wert auf Nachhaltigkeit und Umwelt

Aktionen wie „FĂĽr jede Bestellung, die bei uns eingeht, spenden wir 1€ an…” oder „15% unseres Black Friday-Umsatzes spenden wir an…” kommen bei nachhaltigen und umweltbewussten Verbrauchern sehr gut an. Und ganz nebenbei kurbeln Sie trotzdem noch Ihren Verkauf an. Auch ohne Rabatte.

Die Mischung macht’s: Lets go Multichannel

Eine effektive Kampagnen-Strategie besteht darin, kanalĂĽbergreifend und zielgruppenspezifisch zu kommunizieren. Kombinieren Sie beispielsweise Ihr E-Mail Marketing mit Ihrem Social Media Marketing und sprechen Sie Newsletter-Abonnent*innen gezielt auch ĂĽber Facebook-Anzeigen an (Stichwort: Retargeting).

Denn im ganzen Black Friday-Trubel werden Sie die Aufmerksamkeit Ihrer Kund*innen eher auf sich ziehen, wenn diese Ihre Kampagne mehr als einmal zu Gesicht bekommen. Überlegen Sie sich, auf welchem Weg Sie Ihre Zielgruppe zum Black Friday am besten erreichen können und wägen Sie Vor- und Nachteile einzelner Marketingkanäle gegeneinander ab.

Beachten Sie bei Ihrer Multichannel-Kommunikation auch immer folgende Punkte:

  • Sämtliche Kanäle stur mit dem gleichen Inhalt bespielen? Auf keinen Fall. Passen Sie Ihre Inhalte kanalspezifisch an und stimmen Sie sie miteinander ab.
  • Einheitliches Logo, gleicher Slogan, ähnliche Werbefiguren: Achten Sie auf wiederkehrende Elemente fĂĽr ein gutes Zusammenspiel aller Kanäle.
  • Sind wirklich alle Kanäle sinnvoll? ĂśberprĂĽfen Sie, ob Ihre Zielgruppe wirklich erreicht wird.

Black Friday: Wie war das noch gleich mit dem Markenschutz? 🔎

Man könnte meinen, dass Black Friday genau wie Halloween oder Valentinstag mittlerweile zum allgemein gebräuchlichen Begriff in Deutschland geworden ist, aber ganz so einfach ist es nicht. Denn: Seit 2013 ist der Begriff “Black Friday” beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) als Marke eingetragen. Inhaber der Wortmarke ist ein Unternehmen in Hongkong, das kurz vor dem jährlichen Shopping-Ereignis gut und gerne im großen Stil Abmahnungen verschickt.

Die Antwort auf die Markeneintragung ließ nicht lange auf sich warten. Seit Jahren gibt es einen Rechtsstreit mit unzähligen Klagen auf Löschung der Marke. Das letzte Wort ist in diesem Fall noch immer nicht gesprochen, aber fest steht: Black Friday ist in Teilbereichen noch heute eine geschützte Wortmarke. Händler*innen, die nicht im Bereich Werbung oder Elektrohandel tätig sind, sollten den Begriff Black Friday daher nicht ohne Lizenz verwenden. Das geht aus dem Beschluss des Bundespatentgerichts vom 28.02.2020 hervor.

Um rechtlich auf Nummer sicher zu gehen und lieber einen großen Bogen um Abmahnungen zu machen, sollten Sie gänzlich auf den Begriff “Black Friday” zu verzichten. Verwenden Sie stattdessen kreative Eigenkreationen wie zum Beispiel: Black Week, Schnäppchen Friday oder farblich passend zu Ihrer Corporate Identity Blue, Green, Yellow Friday.

Ready, Set, Boooooost: Jetzt sind Sie an der Reihe 🚀

An Black Friday einen Rabatt-Code per Newsletter rausschicken? Das kann nun wirklich jeder Marketer. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass der Newsletter in einer Flut an 08/15-E-Mails verschwindet oder noch schlimmer: bei Empfänger*innen im Papierkorb landet ohne jemals geöffnet worden zu sein, ist ziemlich hoch.

Probieren Sie doch einfach mal einen unserer acht Tipps aus und sorgen Sie dieses Jahre für besondere Aufmerksamkeit im Postfach. Spielen Sie beispielsweise mit verschiedenen Versandzeitpunkten, kommunizieren Sie kanalübergreifend, überlegen Sie sich pfiffige Wortspiele oder verwenden Sie GIFs in Ihrem Newsletter. Da es vor allem bedingt durch COVID-19 zunehmend voller im digitalen Raum wird und die Konkurrenz bekanntlich niemals schläft, ist es wichtiger denn je, kreative Kampagnen-Ideen umzusetzen.

Aber nicht vergessen: Bei aller Euphorie über den Beginn der umsatzstärksten Saison – bleiben Sie in dieser aktuell wieder sehr angespannten Lage stets sensibel und zeigen Sie Einfühlsamkeit. So wird Ihre Black Friday-Kampagne garantiert zum Erfolg.

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