April 6, 2020

A/B-Tests im E-Mail Marketing – so werden Sie zum Testing-Profi!

Lesezeit ungefähr 6 min

Eine Variante funktioniert immer besser als die Andere. Im E-Mail Marketing wollen Sie insbesondere Eines herausfinden, um die Klick- und Öffnungsrate zu optimieren: Welche Newsletter-Variante performt am besten? Welche Inhalte, Texte, Sprachstile und Bilder überzeugen Ihre Empfänger?

Der Weg zur perfekten Newsletter-Variante ist nicht so steinig wie er scheint. In diesem Beitrag geben wir Ihnen die genaue Wegbeschreibung ohne Abkürzungen und verraten Ihnen, wie Sie nicht in die A/B-Testfalle tappen!

Welche Ziele verfolgen A/B-Tests im E-Mail Marketing?

Wie alles im Newsletter Marketing verfolgen auch A/B-Tests ein bestimmtes Ziel. Welches das ist, entscheiden Sie ganz individuell. Im Großen und Ganzen wollen Sie jedoch sicherlich die Mailing-Performance steigern und Ihre Empfänger mit passenden Inhalten überzeugen.

Ein A/B-Test ist simpel und verfolgt im Grunde genau, was es verspricht: Variante A eines Newsletters wird gegen Variante B auf ein bestimmtes Merkmal getestet, indem die verschiedenen Versionen an Teilmengen Ihrer Empfänger gesendet werden.

Die Variante, die am besten performt, ist der Gewinner und wird an Ihre gesamte Empfängerliste geschickt. Professionelle Newsletter Softwares unterstützen Sie dabei. 

Sie können bestimmen, an wie vielen Empfängern der Newsletter getestet wird und nach welchem Zeitraum das Gewinner-Mailing verschickt werden soll. Das Beste: Der Versand des Gewinner-Mailings erfolgt vollautomatisch. A/B-Tests konzentrieren sich im Wesentlichen auf 3 Oberziele

Öffnungsrate optimieren

Öffnungsraten erhöhen Sie am besten, indem Sie einen A/B-Test der Betreffzeile oder des Absenders durchführen. Der Newsletter-Betreff ist quasi die Geschenkverpackung Ihres Newsletters – je schöner die Verpackung, desto mehr Vorfreude wird auf das Geschenk geschaffen. Die Betreffzeile ist das, was Ihr Empfänger noch vor dem Öffnen Ihrer E-Mail liest und ist daher ausschlaggebend für die weiteren Schritte des Lesers.

Tipp: Sie können neben der Betreffzeile und dem Absender auch den Preheader und den Versandzeitpunkt variieren.

Klickraten optimieren

Hier können Sie alles testen, was klickbar ist: Call-to-Action-Buttons (CTAs), die Button-Platzierung, Button-Form und Farbgestaltung. Hängen Sie sich nicht in der Tester-Schlinge auf, indem Sie alles gleichzeitig testen. Prüfen Sie stattdessen eins nach dem anderen, um logische Rückschlüsse ziehen zu können.

Conversionrate optimieren

Die Änderung von Inhalten und Betreffzeilen kann selbstverständlich auch die Conversionrate beeinflussen. Das CTA im Newsletter leitet Ihre Empfänger in der Regel auf eine Landingpage, auf der die weiteren Aktionen stattfinden.

Achten Sie ganz besonders auf einen A/B-Test der Landingpage. Diese ist maßgebend dafür, ob ein Interessent einen Kauf vollzieht oder nicht.

So funktionieren A/B-Tests für Newsletter

A/B-Tests durchzuführen ist ein Kinderspiel. Befolgen Sie doch einfach unsere 3 Schritte zum eigenen A/B-Test!

1. Ohne Ziel lohnt sich der Aufwand nicht

Setzen Sie vorher kein Ziel fest, brauchen Sie eigentlich gar nicht erst beginnen. Ein Zielloses A/B-Testing ist wie Kochen ohne Rezept – es kann gut werden, wahrscheinlich ist es aber nicht. Wenn sie kein Ziel festlegen, können Sie schließlich nicht beurteilen, ob Ihr Test erfolgreich war oder nicht. 

Nehmen wir an, Sie versenden Ihre E-Mail-Kampagne an 3.000 Empfänger. Davon haben 10% Ihre E-Mail geöffnet – also 300 Personen. Die anderen 2.700 Empfänger scheinen von Ihrem Newsletter nicht besonders angetan zu sein oder sie haben ihn im Postfach schlicht und ergreifend übersehen.

Und hier kommt der A/B-Test ins Spiel. Das Ziel ist klar: Die Öffnungsrate soll optimiert werden. Testen Sie hierfür verschiedene Varianten der Betreffzeile gegeneinander.

2. Auf die Plätze, fertig, los: Erstellen Sie Ihre Newsletter-Varianten

Ziel und Testelement haben Sie bereits bestimmt? Hervorragend. Dann können Sie jetzt loslegen. Erstellen Sie einfach zwei Varianten Ihres Newsletters. Mit einer Newsletter Software ist das kinderleicht.

In den allermeisten Fällen müssen Sie nicht einmal zwei komplette Varianten erstellen. Ändern Sie nur die Betreffzeile, können Sie das ganz zu Beginn bereits im Tool auswählen.

3. Testgruppe bestimmen: Wer erhält welches Mailing?

Zu guter Letzt spielt die richtige Testgruppe eine wichtige Rolle. Wenn es darum geht, Ihre gesamte Marketing-Strategie zu optimieren, sollten Sie den Test an eine für Ihre Empfängerliste möglichst große Gruppe senden. Soll allerdings die beste Variante direkt an einen Großteil der Empfänger verschickt werden, bestimmen Sie am besten eine kleinere Testgruppe.

Sie sind der Boss und entscheiden, wann welches Mailing an wen gesendet wird und was mit dem Gewinner-Newsletter passiert.

Die 6 häufigsten Testing-Fehler

A/B-Tests sind hilfreich und effektiv, wenn Sie einige Stolperfallen geschickt umgehen. Testen Sie sich direkt in das Herz Ihrer Empfänger, indem Sie die folgenden 6 Fehler umgehen.

1. Fehler: Sie haben keine Hypothese aufgestellt

Legen Sie exakt fest, was Sie von dem Test erwarten und welches Merkmal Sie dabei untersuchen wollen. Ohne eine Hypothese können Sie Ihre Ergebnisse nicht nachvollziehen und ein Fazit aus Ihrem Test ziehen. Eine Hypothese ist nichts anderes als eine Annahme, die sich durch den A/B-Test bestätigt oder eben nicht.

2. Fehler: Merkmale sind keine Rudeltiere

Auch wenn Sie nun ganz eifrig testen wollen – testen Sie nicht zu viele Veränderungen auf einmal. Im Idealfall wird sogar nur eine Veränderung in 2 Varianten gegeneinander getestet, um aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten.

Wenn Sie zu viele Merkmale auf einmal testen, wissen Sie am Ende gar nicht, welches Merkmal nun ausschlaggebend für den Erfolg oder Misserfolg war.

3. Fehler: Auch Tests fühlen sich lieber einzeln wohl

Mehrere Tests gleichzeitig verfälschen das Ergebnis. Auch hier ist es schwierig zu sagen, was nun für die bessere Öffnungs- und Klickrate funktioniert hat.

4. Fehler: Ihre Testgruppe ist zu klein

Klein ist relativ. Der Schlüssel liegt darin, eine ausreichend große Gruppe zu wählen. Wahrscheinlich haben Sie bereits Empfängerlisten segmentiert – entscheiden Sie sich hier einfach für eine. 

Unser Tipp: Wenn Sie sowieso nicht so viele Newsletter-Empfänger haben, macht ein A/B-Test oft nicht viel Sinn. Die Ergebnisse sind bei so kleinen Empfängerlisten leider nicht aussagekräftig genug.

5. Fehler: Gut Ding will Weile haben

Auch wenn sie vielleicht ungeduldig sind und Ihre Performance so schnell wie möglich optimieren wollen – Sie tun sich keinen Gefallen damit, den A/B-Test im hohen Tempo über die Bühne zu bringen. Lassen Sie den A/B-Test daher über einen gewissen Zeitraum laufen.

Profi-Tipp: Orientieren Sie sich beim idealen Testzeitraum grob an Ihrer Versandfrequenz. Schicken Sie Ihre Newsletter wöchentlich, so ist ein A/B-Test über 3 Tage wahrscheinlich nicht ausreichend.

6. Fehler: Lassen Sie sich nicht austricksen

Sie erstellen einen A/B-Test und beobachten gespannt den Verlauf. Möglicherweise sind Sie in Versuchung, den Test vorzeitig zu beenden, weil Sie mutmaßlich die nötigen Ergebnisse bereits erzielt haben.

Achtung: Das kann eine Fehleinschätzung sein! Erst nach einer ausreichenden Testzeit sind Ergebnisse wirklich repräsentativ und Sie können davon ausgehen, dass es sich dabei nicht um Zufälle handelt.

Vergessen Sie nicht: Statistisch signifikante Ergebnisse sind wichtig, um valide Aussagen treffen zu können und Ihre Performance zu optimieren.

Fazit: Ab sofort Testing-Profi

Nun wissen Sie, worauf es ankommt, wenn Sie erfolgreich A/B-Tests durchführen. A/B-Tests im E-Mail Marketing sind eine gute Möglichkeit, die wichtigsten Newsletter-KPIs zu optimieren und Ihre Performance insgesamt zu verbessern.

Wer gut plant, Hypothesen und Ziele aufstellt und sich vor allem genügend Zeit lässt, der wird mit verbesserten Klick-, Öffnungs- und Conversionrates belohnt werden. Viel Erfolg!

Sind Sie bereit, Ihr Marketing-Zen zu finden?

Sorgen Sie dafür, dass Ihr Arbeitstag völlig stressfrei verläuft, mit einer Lösung, die nur für Sie entworfen wurde.

Kostenloser Start